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Januar 2012
1-2012
Millimeterarbeit mit 75 Tonnen im Nacken

Schwerlasttransporter schlängelten sich zum Seehafen. Schottel-Unternehmen lieferte am Mittwochabend Schiffspropeller aus.

Wismar – „Zwei Peitschen sind weggedreht, alle anderen Ampeln müssen wir umfahren“, erklärte Steffen Klückmann. Mittwoch 21 Uhr aufdemGelände der Schottel Schiffsmaschinen GmbH Wismar. Lagebesprechung mit der „Zigarette davor“ zwischen den Kollegen, der Polizei und den Fahrern der Firma Schwertransporte Lau aus Rostock.

Zwei „große Dinger“ – Teile eines Schiffsantriebs – warten darauf, als Schwerlasttransport mit Polizeieskorte zum Seehafen gefahren zu werden. Knapp 40 Tonnen schwer jeweils 4,40 Meter breit und 5,45 Meter hoch. 21,15 Meter Länge über alles, Polizeihauptkommissar Michael Heukrodt vom Autobahn- und Verkehrspolizeirevier Metelsdorf hat nachgemessen.

Die „Peitschen“, so erklärt Fahrer Klückmann, sind die langen Arme, an denen die Schilder über dem Fußgängerüberweg hängen. Denn das Besondere bei diesem Transport sind weder Gewicht noch Breite, sondern die Höhe der Bauteile. So hoch wie zwei Stockwerke und damit höher als die „Peitschen“. „Das ist doch nichts Besonderes“, lacht der zweite Fahrer der Nacht, Hans Denecke (45).

Seit 15 Jahren fährt er so „große Dinger“ durch die Straßen. „Da hat man Routine.“ „Das sind ja nur drei Kilometer“, winkt er ab. Aber: „Heute ist eine Schnecke im Vergleich zu uns ein schnelles Tier.“

Kurz nach 21 Uhr soll es losgehen. Die Polizeihauptkommissare Ralf Körting und Michael Heukrodt haben Fahrzeuge, Fracht und Papiere kontrolliert. Und dann das: Die Maschine von Hans Denecke springt nicht an. „Die Batterie“, schüttelt er den Kopf. Pannendienst mitten in der Nacht für einen Schwertransport? Anschieben? Aber die Männer sind erfinderisch: Starthilfe in XXL.

Mit einer Stunde Verspätung setzt sich der Transport in Bewegung. Die Kollegen von der Polizei fahren mit Blaulicht vor, sperren Kreuzungen, halten die Fahrzeuge an und leiten sie um. Platz machen für die Kolosse. Und immer wieder Michael Heukrodts Hinweis an die Fahrer, die an der Ampel stehen müssen, auch wenn sie Grün zeigt. „Schalten Sie die Warnblinkanlage ein, damit die nächsten Autofahrer gewarnt werden.“ Denn trotz nächtlicher Stunde wird die Schlange hinter den beiden Tiefladern immer länger. Im Schritttempo geht es die Dr.-Leber-Straße lang.

Vorm Bahnhof die einzige wirklich enge Situation. Die „Peitschen“, über die SteffenKlückmannvorher noch gesprochen hatte. Links eine, rechts eine über dem Zebrastreifen. Dazwischen die Transporter, jeder mit 75 Tonnen Tieflader und Ladung im Nacken. Und dann Millimeterarbeit, um sich durch die beiden „Peitschen“ durchzufriemeln. Sah eng aus, aber für die beiden routinierten Fahrer kein Problem. 25 Minuten später kommen sie mit ihrer Fracht im Seehafen an. Alle atmen auf.

Quelle: OZ vom 13.01.2012

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Februar 2012
2-2012
Ein Transport, bei dem der Chef graue Haare bekommt...

+++ Freitag, 20.01.2012, 16.30 Uhr
Kundenanruf: Problemstellung: zwei Greifer mit den Abmessungen von jeweils Länge: 6,00 Meter, Breite: 5,40 Meter und Höhe 4,21 Meter, Stückgewicht 16,5 Tonnen aus dem niedersächsischen Salzgitter nach Rostock. Problem? Achso: Verschiffungstermin am Freitag, 27.01.2012, um 08.00 Uhr ab Rostock - Überseehafen und die bereits beantragten Transportgenehmigungen wurden leider nicht erteilt und alle bisher gewählten Fahrtwege durch die Behörden abgelehnt. Klingt spannend: Auftrag angenommen!

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März 2012
3-2012
Reif für die Insel?

Ende März realisierte die Lau Rostock GmbH & Co. KG ein ungewöhnliches Transportvorhaben. Mitten in der Nordsee, gleich neben Sylt, befindet sich die schöne und kleine ostfriesische Insel Amrum. Der Alltag dort ist geprägt von Ebbe und Flut, dem Schiffsfahrplan zum Festland und Menschen, die an den kilometerlangen, feinen Sandstränden Ruhe und Erholung suchen. Ein schöner Platz um Urlaub zu machen, keine Frage! Aber um Schwertransporte durchzuführen?

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